Parkinson-Diagnostik (DAT-Scan)

Die Parkinson-Krankheit, auch als Schüttellähmung bekannt, ist eine langsam fortschreitende, degenerative Erkrankung, bei der die dopaminhaltigen Zellen im Gehirn absterben. Parkinson ist eine der häufigsten Erkrankungen des Nervensystems. Das Erkrankungsrisiko steigt mit zunehmendem Alter, Hauptrisikogruppe sind Männer zwischen 55 und 65 Jahren. Früh erkannt, können Therapien eingeleitet werden, die den Krankheitsverlauf verzögern bzw. die Symptome mildern.

Für eine eindeutige Diagnose empfiehlt sich die Untersuchung DAT-Scan. Sie kann eine Differenzierung zwischen essentiellem Tremor und dem Parkinson-Syndrom leisten.

Zeigt die Untersuchung ein normales Bild, so handelt es sich bei der Erkrankung mit großer Sicherheit nicht um eine neurodegenerative Parkinson-Erkrankung. Ein „echter“ Morbus Parkinson und die atypischen Parkinson-Erkrankungen Multi-System-Atrophie (MSA), progressive supranukleäre Blicklähmung (PSP) und Corticobasale Degeneration (CBD) können in diesem Fall praktisch ausgeschlossen werden. Stattdessen könnte z. B. ein „Essentieller Tremor“ vorliegen.

Vorbereitung:

Dem Patienten wird eine geringe Menge einer radioaktiven jodhaltigen Substanz in die Armvene injiziert. Die Substanz reichert sich im Laufe von drei bis vier Stunden in zentralen Hirngebieten an. Die Strahlenbelastung ist vergleichbar mit einer Computertomographie. Die verwendeten Substanzen werden in der Regel gut vertragen. Nebenwirkungen und allergische Reaktionen sind keine bekannt. Um die Schilddrüse vor einer unnötigen Belastung zu schützen, erhält der Patient zu Beginn 30 Tropfen eines Medikaments, das die Bildung von Schilddrüsenhormonen hemmt.

 

DAT-SCAN Normal        DAT-SCAN Pathologisch        

Aufnahme: normal             Aufnahme: pathologisch

Allgemeine Informationen zur NM

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Aufklärungsbogen DAT-Scan

Weitere Informationen

www.radiologie.de 

 

Spezielle Informationen zu dieser Untersuchung: 

Die DAT-Scan-Szintigraphie erlaubt eine genaue Bestimmung der Funktionsfähigkeit von Dopamin-Transporter-Zellen im Gehirn. Dopamin-Transporter-Zellen befinden sich in Nervenverbindungen und haben die Aufgabe Dopamin zu produzieren. Diese Fähigkeit, Dopamin zu produzieren, kann bei verschiedenen Erkrankungen - z. B. M. Parkinson, Multisystematrophie (MSA), Lewy-Körperchen-Demenz, progressive supranukleäre Blickparese (PSP) - reduziert sein, bleibt beim essentiellen Tremor aber erhalten.

 

 

 

Untersuchungsablauf:

Die Aufnahmen werden drei Stunden später im Liegen durchgeführt. Hierzu wird der Kopf des Patienten/der Patientin in einer Schale fixiert und die Augen geschlossen. Die Aufnahmen erfolgen mit einer Doppelkopfkamera, die sich in ca. 30 Minuten langsam um den Kopf des Patienten/der Patientin dreht.


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