Oktreotidszintigraphie - Diagnostik Neuroendokriner Tumoren

Die Oktreotidszintigraphie (auch Somatostatin-Rezeptor-Szintigraphie) ist ein bilgebendes Verfahren, das im Wesentlichen zum Nachweis Neuroendokriner Tumoren (NET) verwendet wird.

Bei Neuroendokrinen Tumoren handelt es sich um eine seltene Tumorart mit langsamem Wachstum, die sich durch mehrere Besonderheiten auszeichnet. Die Tumoren entstammen endokrinen Zellen (endokrin „nach innen abgebend"), die sich in Organen wie der Schilddrüse oder der Nebenniere befinden oder den verstreuten endokrinen Zellen der
Bauchspeicheldrüse oder des Verdauungstraktes und dort am häufigsten auftreten.

Diese Tumoren können, wie ihre Ursprungszellen, Hormone oder Botenstoffe absondern. Die Ausschüttung dieser Stoffe in den Tumorzellen ist allerdings ungeregelt und kann zu Erkrankungszuständen führen (z. B. Karzinoidsyndrom, das durch eine Ausschüttung von Serotonin gekennzeichnet ist und zu Hautrötungen, schnellem Herzschlag, Durchfall und zu Herzerkrankungen führen kann).

Zur Diagnostik dieser Somatostatin-Rezeptor-positiven Tumoren wird das Radiopharmazeutikum 99mTc-Tektrotyd eingesetzt. Das Radiopharmakon 99mTc-Tektrotyd wird intravenös (in die Vene hinein) verabreicht. Besondere Eigenschaften des 99mTc-Tektrotyd gegenüber anderen Radiopharmazeutika sind unter anderem die bessere Bildqualität, die einfachere und schnellere Durchführung sowie die erheblich reduzierte Strahlenbelastung.

Die Wirkzeit des Präparats beträgt ca. 3 Stunden, erst dann können Aufnahmen erstellt werden. Während der Wirkzeit muss der Patient nicht in der Praxis warten.

Die Oktreotidszintigraphie hat eine große Bedeutung für die Diagnostik und Therapie neuroendokriner Tumoren in der Nuklearmedizin.

       
Oktreotidszintigraphie

Weitere Informationen

www.radiologie.de 


Radiologie und Nuklearmedizin Ludwigshafen | Otto-Stabel-Str. 2-4 | 67059 Ludwigshafen | Telefon: 0621 5100-21 | Fax: 0621 5100-25