Szintigraphie Herz

Spezielle Informationen zu dieser Untersuchung

Die Myocardszintigraphie dient in der Regel Ihrem behandelnden Arzt zur Beurteilung eines möglichen, nicht erkannten Herzinfarktes oder einer unter körperlicher Belastung (Stress) auftretenden Minderdurchblutung. Zudem ist nach einem Herzinfarkt noch überlebendes Gewebe mit eingeschränkter Funktion erkennbar (hibernating).

Auch nach Bypass-Operationen ist die Methode sinnvoll, um die Offenheit der Bypässe zu bestätigen. Die Untersuchung bietet den Vorteil, ohne stärkeren Eingriff in das Gefäßsystem  (Koronarangiographie) einen schnellen Überblick über die Durchblutung zu gewinnen.

 

Als Substanzen (Radiopharmakon) werden heute in der Regel Technetium-markierte Moleküle verwendet wie Tc 99m MIBI oder Tetrofosmin. Angewandte Aktivitäten: ca.600 MBq pro Einzeluntersuchung als intravenöse Injektion.

Die Herzszintigraphie zeichnet sich durch eine gegenüber dem Herzkatheter deutlich niedrigere, vernachlässigbare Strahlenexposition aus und  birgt keine keine zusätzlichen Risiken für den Herzpatienten.

Zur Beurteilung ist meist zunächst eine Belastungs-Studie (Stress) und zu einem zweiten Zeitpunkt (meist am nächsten Tag) eine Ruhe-Studie erforderlich. Bei der Belastungsstudie werden Sie auf einem Fahrradergometer unter EKG-Kontrolle und Überwachung durch einen Internisten maximal belastet. Zum Zeitpunkt der maximalen Belastung wird das Radiopharmakon in eine Vene injiziert.

Szintigramm


Allgemeine Informationen zur NM

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Aufklärungsbogen Myokardszintigraphie

Weitere Informationen

www.radiologie.de 

Vorbereitung:

Am Untersuchungstag selbst sollten möglichst keine herzwirksamen Medikamente eingenommen werden. Bitte sprechen Sie hierzu mit Ihrem überweisenden Arzt. Am Untersuchungstag sollten Sie zunächst nüchtern sein. Nach Verabreichung der Substanz müssen Sie jeweils ein Frühstück einnehmen, entsprechend den Anweisungen unseres Personals. Sinn dieses Frühstücks ist eine möglichst vollständige Entleerung der Gallenblasenflüssigkeit, die einen Teil der radioaktiven Substanz zwischenspeichert.



Sowohl für die Belastungs-, als auch die Ruhestudie werden Aufnahmen angefertigt, bei welchen sich der Kamerakopf um den Brustkorb dreht (SPECT). Der Patient befindet sich in der Regel in Bauchlage.Aus den Aktivitätsverteilungsmustern in beiden Studien lassen sich dann Rückschlüsse auf die Durchblutung ziehen.

Die Gesamtuntersuchungsdauer pro Untersuchungstag kann zwischen einer und vier Stunden betragen.

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